Neun Mopedfreunde unterwegs mit dem Auftrag, die Welt von überflüssigen Bratkartoffeln, Fischplatten, Apfelkuchen und Sahne zu befreien.

Wenn sich anderswo in Deutschland sonntagmorgends um halb zehn die Menschen mit Knoppers ihren Tag schönfuttern, ansonsten aber vor dem Fernseher sitzen oder gleich im Bett bleiben, kicken in Achternmeer neun Mopedfreunde ihre Maschinen an um ihre Botschaft in die Welt hinaus zu tragen: Ein sonniger Sonntag ohne Moped ist ein verlorener Sonntag.
Sonnig war es nicht im südeuropäischen, aber im norddeutschen Sinne. Das bedeutet: Es regnete nicht. Also Grund genug für Claas, die Truppe auf die erste gemeinsame Ausfahrt anzuführen. Die Teilnahme war ausgesprochen groß; auch unser neues Mitglied Frank mit seiner Zündapp war mit dabei, die sich tapfer und ohne Panne bewährte.

Das Ziel sollte Varelerhafen sein, ein kleiner Ort mit mehr Touristen als Einwohnern. Dort ist ein Bekannter der Mopedfreunde Achternmeer als Schleusenwärter tätig, was den Mopedfreunden eine kostenlose Führung durch ein eigentlich als Tiefkühlhaus genutztes Gebäude bescherte, welches zudem durch raffinierte Technik und eine schöne Aussicht, sowohl auf den Jade Weser Port als auch auf 9 Mopeds, überzeugte.

Aber, so sind die Mopedfreunde Achternmeer, Kultur ist zwar wichtig, aber zu viel ist auch nicht gut, deshalb ging es zügig weiter zum nächsten Restaurant, direkt am Hafen von Varelerhafen gelegen. Das Erscheinen der Mopedfreunde Achternmeer löste sofort bei allen Gästen große Beachtung aus. Während sich der Geschäftsführer des Restaurants schützend vors Buffet stellte, die Gäste sich an ihren Gehhilfen und Rollatoren festklammerten, brachte die Azubine freundlich aber deutlich zu verstehen, dass neun Rocker über 40, zudem noch ohne Reservierung, mangels Sitzplätzen doch lieber den Imbiss gegenüber benutzen sollten. So geschah es dann auch. Zwar war auch hier an Sitzplätzen kein Überfluss, aber als zwei Gäste in schwarzen Lederklamotten mit aufgenähten Totenköpfen, mobilisiert durch je einen durch einen Zweizylinder-Viertaktmotor angetriebenen Blechhaufen amerikanischer Fertigung, verscheucht waren, konnten die Mopedfreunde sich ordentlich breit machen. Mehrere Portionen Seelachs, Backfisch, Kibberlinge und auch Fischsuppe wechselten hier den Besitzer.

Und wenn sich andere Menschen nach der Aufnahme einer Nahrung mit deutlich vierstelliger Kalorienzahl schlafen legen, demonstrierten auch hier die Mopedfreunde Achternmeer Stärke. Motor ankicken und aufsitzen, hieß es. Eine tolle Fahrt durch wunderschöne norddeutsche Landschaft entschädigte die Mopedfreunde Achternmeer für das nun langsam einsetzende Sodbrennen. Welches man übrigens am besten durch Kaffee und Kuchen löscht. Also schnell die Maschinen in Rastede vor dem Schlosscafé abgestellt und den Laden in eine Duftwolke aus Atlantic Radglanz und Boschfett getaucht. Nach dem Genuss von Kaffee, Kuchen und viel Sahne waren die Mopedfreunde Achternmeer zufrieden. Aber: Nach der erfolgreichen Gemischverbrennung muss in den nächsten Tagen unbedingt die Fettverbrennung einsetzen.

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